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FOCACCIA

Focaccia ist, jetzt mal ganz ehrlich, etwas Wunderbares! Und etwas Einfaches. Schnelles. Ich mag sie einfach so frisch aus dem Ofen, gefüllt als Sandwich oder als kleine Apéro Häppchen. Bei unseren Catering-Anlässen sind sie mittlerweile an vielen Apéros  in irgendeiner Variante vertreten. Ebenfalls eines unserer kindertauglichen Menus, das bei jeder Laune am Familientisch ankommt. Focaccia kann gut vorbereitet oder ungefüllt auch tiefgefroren werden. Daher backe ich immer gleich grössere Mengen. Ich verwende dafür das Pizzette-Rezept aus meinem Kochbuch “ Querbeet“. Gefüllt wird die Foccacia je nach Lust, Saison oder Kühlschrankinhalt. Das Rezept der herrlich leichten Thunfischfüllung ist übrigens von meiner Cousine Mirjam inspiriert.

 

Foccacia (Rezept für 2 Bleche)
1 kg  Weissmehl
1 Würfel Hefe 
30 g  Salz
1 dl  Olivenöl,
ca. 5 dl Wasser

ca. 100 g  Passierte Tomaten, Salz, Pfeffer, Oregano
Backpapier

Mehl und Salz in einer Schüssel mischen, Hefe zwischen den Fingern darüber bröseln, Olivenöl dazugeben und den Teig während 10 Minuten kneten. Soviel Wasser dazugeben, dass ein kompakter, geschmeidiger Teig entsteht, er soll nicht zu trocken sein und noch ganz leicht an der Hand kleben bleiben.
Teig mit einem Küchentuch bedecken und während 1 Stunde an einem warmen, vor Zugluft geschützten Ort gehen lassen.

Teig in 2 Teile schneiden, mit wenig Mehl auf die Grösse der Bleche auswallen. Auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen, und mit wenig passierten Tomaten, Salz, Pfeffer und Oregano bestreichen bzw. bestreuen. Focaccia während ca. 2 Stunden  nochmals aufgehen lassen sollten ca. 3 cm hoch sein. Ofen auf 250° C vorwärmen. Focaccia während 12 Minuten knusprig braun backen. Je nach Ofen variiert die Backzeit etwas.

 

Füllungen

Variante 1  (Mengen  für 1 Blech)
370 g  weisser Thunfisch aus der Dose
1  Zitrone
Frische Kräuter z.B. je 1 Bund glatte Petersilie und Schnittlauch
1 Eschalotte 
500 g  Crème fraiche
Salz, Pfeffer  

Thunfischdose öffnen, abtropfen. Zitrone pressen, Kräuter und Eschalotte kleinschneiden, alle Zutaten mit vermischen, Thunfisch mit einer Gabel etwas zerkleinern. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Variante (Mengen  für 1 Blech)
2  Auberginen
2  Peperoni
1  Zucchetti
Olivenöl, Balsamico
Salz, Pfeffer
Basilikum

200 g  Chorizzo fein aufgeschnitten
Pesto rosso

Gemüse rüsten und in ca 5 mm schmale Scheiben schneiden, Peperoni halbieren, entkernen, in je 4 Stücke schneiden. Auf dem Grill, Bratpfanne oder im Ofen grillieren. Mit Olivenöl, Aceto Balsamico, Salz und Pfeffer und Basilikum würzen. Kann gut einen Tag im Voraus zubereitet werden. Focaccia mit Pesto bestreichen, Chorizzo und Grillgemüse darauf verteilen.

 

Variante 3 (Menge für 1/2 Blech)
1 Rande
2  Handvoll Rucola
150 g  Ziegenfrischkäse
Salz, Pfeffer
Montaniolas Zitronenöl

Rande schälen mit Gemüsehobel oder Aufschnittmaschine in 1-2 mm dünne Scheiben schneiden. Rucola waschen und abtropfen. Foccacia aufschneiden, mit Ziegenfrischkäse bestreichen, Rande und Rucola darauf verteilen, mit Salz, Pfeffer und ein paar Spritzer Zitronenöl würzen.

 

EXOTISCHE RANDENSUPPE

 

Randenmuffel aufgepasst! „Erfrischend. Wärmend. Mit einer Prise Exotik. Und: Warum nicht auch mal gelb?“ So würde ich meine neue Randensuppe beschreiben. Ideal an einem frisch verschneiten Frühlingsabend. Suppen sind sättigend, sie tun Körper und Seele gut und sind in der Regel schnell und einfach vorzubereiten. Ich persönlich mag Rande sehr gern. Dieses typische Lagergemüse versorgt uns im Winter mit wertvollen Vitaminen und Nährstoffen wie z.B. Eisen. Vorzüglich begleitet wurde die Suppe von einem Weisswein aus dem Wallis: Johannisberger „Porte de Novembre“. Ein Weihnachtsgeschenk von Danis Chef. Ein wunderbarer Weisswein, der v.a. – aber nicht nur – bei den Damen punkten wird.

 

Rezept für 4 Personen (als Vorspeise)

550 g  Gelbe Randen
1/2 Daumenlänge frischer Ingwer
2 EL  Zitronenverveineblätter
Wasser

Meersalz
1  Limette
ca. 2   dl Kokosmilch

 

Randen und Ingwer schälen, in Stücke schneiden und zusammen mit den Zitronenverveineblätter in eine Pfanne geben. Grosszügig mit Wasser bedecken und während ca. 20 Minuten weichkochen (Deckel auf Pfanne). Zitronenverveine-Blätter entfernen, Randen pürieren. Ganz nach Ihrem Gusto die Suppe mit Meersalz, Saft der Limette, Kokosmilch und evtl. etwas Wasser zum Verdünnen abschmecken.

Hinweis:
Wem die Suppe zu wenig scharf ist – mehr Ingwer beifügen. 

 

RANDENSALAT MIT COUSCOUS

Und weil’s so schön war, verweile ich kulinarisch nochmals im Orient. Diesen Salat habe ich am vergangenen Wochenende zur Degustation in Marthalen angeboten. Die Reaktionen waren interessant: Einige fragten ganz erstaunt: «Rohe Rande? Zum Essen? Im Ernst?» Andere fanden: «Mmh…! Tolle Kombination. Und so schön knackig». In Geschmacksfragen halte ich es mit Oscar Wilde: «Ich habe einen ganz einfachen Geschmack. Ich bin stets mit dem Besten zufrieden». Aber zurück zu meinem aktuellen Randen-Tick: Mir gefällt der erdige Geschmack und die leichte Süsse. Und natürlich auch diese exotische, knallige Farbe .

Rezept für 4 Personen als Vorspeise

100 g  Couscous
ca. 1 dl  Randensaft z.B. von Biotta
Wasser

2 kleinere Randenknollen
1 Eschalotte
1 Bund Koriander
1-2 Peperoncini

1 dl  Olivenöl
2 Zitronen
Meersalz
1 TL Ras-El-Hanout

200 g  Fetakäse
Nach Belieben Sprossen

 

Couscous nach Packungsbeschreibung kochen. Davon zu 3/4 Randensaft, den restlichen Anteil in Wasser. Couscous mit der Flüssigkeit übergiessen und mit Klarsichtfolie abdecken.

Rande schälen (wer keine violetten Hände mag, nimmt dafür Handschuhe), halbieren, in Scheiben schneiden und diese 5mm klein würfeln. Eschalotte schälen, kleinschneiden, Peperoncini und Koriander klein schneiden. Alles in eine Schüssel geben.

Für das Dressing Olivenöl mit gepresster Zitrone, Salz und Ras-El-Hanout verrühren, abschmecken mit den restlichen Zutaten in der Schüssel mischen. Während ca. 1 Stunde einwirken lassen.

Couscoussalat auf den Tellern anrichten und mit Fetakäse und Sprossen dekorieren.