Archiv der Kategorie: Vegetarisch

ÄLPLER MIT SÜSSKARTOFFEL

Bevor uns nach filigranen Frühlingsgerichten gelüstet, möchte ich aus meinem Fundus eine einfache, deftige Stärkung weitergeben, an der die ganze Familie Freude hat: Süsskartoffel kombiniert mit Erdnuss schmeckt ja nun wirklich allen, oder? Der geräucherte Mozzarella gibt diesem Gericht eine zusätzlich herzhafte Note. Übrigens: das Schälen der Erdnüsse mit oder ohne knisterndem Feuer im Hintergrund ist eine entschleunigende, verbindende und schöne Tätigkeit, solange draussen noch Wind und Wetter ihr Unwesen treiben. 

 

Rezept für 4 Personen

2  grosse Süsskartoffel (ca. 800g)
3  rote Zwiebeln 
2 EL Rohrzucker
Olivenöl, Salz, Pfeffer

300 g  Teigwaren (z.B. Dinkel oder Vollkorn) 
400 g  Scamorza, geräucherter Mozzarella
2 dl  Vollrahm
2  Handvoll Erdnüsse

 

1.Ofen auch 200°C vorwärmen. Süsskartoffel schälen und in 1cm kleine Würfelchen schneiden. Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Bratpfanne mit Olivenöl und Rohrzucker erhitzen, Süsskartoffeln darin während 5 Minuten anbraten, Zwiebeln beifügen und einige Minuten weiter braten, immer wieder wenden, mit Salz und Pfeffer abschmecken, beiseite stellen.
2.Wasser aufkochen, salzen, Teigwaren al dente kochen, Wasser abgiessen.
3.In der Zwischenzeit Scamorza in kleine Würfel schneiden, Erdnüsse aufbrechen und klein schneiden. Teigwaren in eine Gratinform füllen, dann die Süsskartoffel-Zwiebeln darauf verteilen und mit Scamorza-Würfelchen bestreuen. Vollrahm darüber giessen und während ca. 7 Minuten im Ofen mit Oberhitze (Grill) überbacken. Vor dem Servieren mit Erdnüssen bestreuen.

 

 

ASIATISCHER LINSENSALAT

Seien wir ehrlich: Linsen werden gemeinhin unterschätzt! Denn bei Lichte betrachtet sind sie gesund, nahrhaft, unkompliziert und schnell zu verarbeiten. Gerichte mit Linsen überzeugen zumindest die Erwachsenen in unserer Familie immer und sorgen für willkommene Abwechslung. Deshalb sind sie durchsganze Jahr hindurch fester Bestandteil in meiner Küche. Die Kombination mit asiatischen Ingredienzen kann ich nur empfehlen. Schwer zu sagen, ob dieses Rezept warm, lauwarm oder kalt besser schmeckt.

 

Rezept für 2 Personen


1 EL Sesam
150g Belugalinsen (z.B. von Terra verde)
1 Peperoni 
1 Peperoncini
2 Knoblauchzehen
200g frischer Spinat
1 Handvoll Mungosprossen
1-2 Limette(n)
0.5 dl Sojasauce 
Olivenöl, Salz, Pfeffer

Sesam in einer Bratpfanne rösten, beiseite stellen. 5 dl leicht gesalzenes Wasser aufkochen, Linsen beifügen, nochmals aufkochen, Hitze zurückstellen und die Linsen während 15-20 Minuten in der offenen Pfanne köcheln lassen.
Peperoni, Peperoncini entkernen und in die gewünschte Grösse schneiden, Knoblauch schälen und in schmale Scheibchen schneiden. Eine Bratpfanne mit wenig Olivenöl erhitzen und das vorbereitete Gemüse darin andünsten, nach 5 Minuten Spinat und Mungosprossen beifügen. Mit Limettensaft und Sojasauce abschmecken, ggf. mit Olivenöl, Salz und Pfeffer nachwürzen. Die Linsen in die Teller geben und mit dem Gemüse und der Sauce anrichten.

 

Zubereitung: 25 Minuten

LAUCHSTRUDEL

Mit den sinkenden Temperaturen steigt die Lust nach warmem Essen. Heute muss es in der Küche mal wieder schnell gehen: Keine Zeit, einen eigenen Teig herzustellen. Darum verwende ich gekauften Blätterteig. Natürlich schmeckt das Rezept mit selbstgemachtem Teig besser. Als Apérohäppchen können kleine Teigtaschen oder ganz schnell ein grosser Strudel geformt werden. Der Strudel schmeckt übrigens kalt fast genau so gut wie warm und kann auch im Voraus hergestellt werden.

 

Rezept für 2 Personen

1 Handvoll Cashewkerne 
200 g  Lauch
Olivenöl, Salz, Pfeffer
1 TL Lieblings-Curry
(z.B. 7th-Heaven von Beat Heuberger Zürich)
2 Scheiben geräucherter Raclettekäse
100g Crème fraiche
1 grosses Ei (die Hälfte des Eigelbs fürs Bestreichen zur Seite stellen)
250 g  Blätterteig

Backofen auf 200°Cvorwärmen.
1. Cashewkerne in einer Bratpfanne rösten, dann mahlen oder klein hacken. Lauch der Länge nach aufschneiden, in schmale Streifen schneiden. Bratpfanne mit Olivenöl erwärmen, Lauch darin während einiger Minuten bissfest dünsten und mit Salz, Pfeffer und Curry abschmecken.
2. In der Zwischenzeit Käse in kleine Würfelchen schneiden, zusammen mit Frischkäse und Ei mit dem Lauch vermischen.
3. Blätterteig in zwei grosse oder vier kleine Quadrate schneiden. Lauchmischung in die Mitte der Quadrate geben und zu dreieckigen Strudeln formen, Teigränder mit einer Gabel gut aneinanderdrücken, mit Eigelb bepinseln. Strudel während ca. 15 Minuten goldgelb backen.

 

Backzeit: 15 Minuten
Zubereitung: 20 Minuten

 

 

GARTENERBSENSUPPE

So schmeckt der Frühling: Farben mag ich ja ganz besonders gerne. Im Moment kann ich mich fast nicht satt sehen: Am Licht, den Blüten, den zarten und satten Grüntönen… Ich freue mich, euch heute ein knallgrünes Rezept für eine Gartenerbsensuppe zu notieren. Neben der tiefgrünen Farbe garantiert dieses Rezept dank asiatischen Einflüssen auch ein intensives, erfrischend-buntes Geschmackserlebnis.

 

Rezept für 4 Personen

1 EL Kokosfett oder Olivenöl
1 Zwiebel
3 Stängel Zitronengras
5 dl Wasser
600 g Gartenerbsen (gepult oder gefrorene)

2-3 dl Kokosmilch
1 TL Sesamöl
Kräutersalz
Ingwer, 1 Limetten, Koriander nach Belieben, 

 

Kokosfett in einer Pfanne langsam erhitzen. Zwiebel schälen, grob schneiden, Zitrongengrasstängel aufschneiden, halbieren und beides in der Pfanne anziehen. Wasser beifügen, während ca. 30 Minuten sanft köcheln lassen. Durch ein Sieb passieren, Gartenerbsen beifügen, ev. etwas Wasser dazugeben und während 15 Minuten zugedeckt weich kochen. Pürieren und mit Kokosmilch, Sesamöl und Kräutersalz würzen.

Je nach Gusto mit Limettensaft, geriebenem Ingwer & frisch geschnittenem Koriander verfeinern.

 

COOKIES

Wer, wie wir, noch ein paar Osterhasen im Körbchen vor sich hin darben hat – hier ein wunderbares Osterhasen-Verwertungs-Rezept. Mit einer schnellen Variante für die ungeduldigen Schleckmäuler und einer erweiterten Variante für anspruchsvollere Geniesser. Behauptet wird nämlich, dass die wirklich vollendeten, mürben Cookies mindestens  24 – 48 Tage benötigen. Wer, wie wir, solchen Orthodoxien ungern fraglos folgt, muss wohl ausprobieren und für sich abschliessend entscheiden. Dasselbe gilt für die Frage, wie fest die Cookies gebacken und gebräunt sein sollen. Ich empfehle deshalb, dieses schöne Rezept mindestens zwei- oder dreimal auszuprobieren, um die letzte Gewissheit zu erlangen. Dabei lernt man übrigens gleich den eigenen Backofen näher kennen… 

 

Rezept für 20-30 Cookies

50 g  Milchschokolade
250 g  dunkle Schokolade
ev. 1 Handvoll Pekannüsse
1 grosses Ei (L)
60 g  weisser Zucker
180 g  Mascobadozucker (Muscovado / Vollrohrzucker)
1 TL Bourbonvanillezucker oder 1 Vaniellestängel ausgekratzt
1/2 TL  Fleur de Sel
160 g  weiche Butter
300 g  Halbweiss- oder Weissmehl
1/2 TL  Natron
1/2  TL Backpulver

Schokolade, ev. Nüsse klein schneiden. Ei mit Zucker, Mascobadozucker, Vanillezucker- oder Stängel und Fleur de Sel kräftig aufschlagen. Weiche Butter beifügen, weiterschlagen. Schokoladestückchen, Mehl,  Natron und Backpulver beifügen, zu einem Teig kneten.

Variante 1:
Ofen auf 180°C vorheizen (Unter- und Oberhitze). Aus dem Teig ca. 30 gleich grosse Kugeln formen und mit grossem Abstand auf 3 Blechen verteilen.

Variante 2:
Teig zu einer Rolle formen (ca. 5 cm x 30 cm) und in Klarsichtfolie einpacken, für 24-48 h Kühlstellen. Noch gekühlt in  1 cm schmale Scheiben schneiden, und bei Raumtemperatur während einer Stunde stehen lassen.

 

Bei 180°C  9 – 11 Minuten backen. Die Cookies sollten bräunliche Ränder bekommen, und auf der Unterseite ebenfalls leicht knusprig braun werden.

 

GEBACKENER ZIEGENKÄSE

Ziegenkäse ist in meiner Küche überall präsent. Dabei war (auch) er keine Liebe auf den ersten Blick… Als Kind mochte ich ihn gar nicht. Aber über die Zeit habe ich ihn immer mehr schätzen gelernt: Seinen einzigartiger Charakter, das Herb-Süsse, das grandiose gemackliche Spektrum. Ich zeige hier ein schnelles, vitaminreiches und garantiert gelingendes Rezept, wie ich es zuhause auch immer wieder zubereite. Als kleine Portion ergibt es eine wunderbare Vorspeise, in der grösseren Variante einen gesunden, lauwarmen Hauptgang.

 

Für 2 Personen als Hauptgang

2 Stück Ziegenkäse à ca. 120 g
1 TL Honig

1 grosse Fenchelknolle
2 Orangen
1 Handvoll Rucola
Pistazien ungeschält
Olivenöl
Orangenblütenwasser
Salz, Pfeffer

 

Backofen auf 250°C vorwärmen (Ober/Unterhitze). Ziegenkäse mit Honig beträufeln und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Fenchel halbieren, dünn aufschneiden, auf die vorgesehenen Teller geben und mit wenig Olivenöl, Salz und Pfeffer würzen. Orangen schälen, Filets auslösen, Saft auffangen.
Den Ziegenkäse während ca. 5 Minuten backen (oberster Einschub). Ziegenkäse, Orangenfilets und Rucola zum Fenchel auf die Teller legen und das ganze mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und wenig Orangenblütenwasser würzen.

GRANOLA

Granola ist bei mir viele Jahre in Vergessenheit geraten. Es erinnert mich auch an meine Kindheit. Da wir wenig Süsses bekamen, war selbstgemachtes Granola als süsse Abwechslung natürlich willkommen. Seit kurzem ist es auch bei meinen Kindern (und sogar bei meinem Ehemann) der Renner. Egal ob zum zMorgä, zNüni oder zVieri: Eine schnelle, gesunde Zwischenverpflegung, die schmeckt. Das vegane Rezept reicht für ein grosses Einmachglas und ist im Nu hergestellt.

 

200 g grobe Dinkelflocken
100 g feine Haferflöckli
1 Handvoll Pekannüsse
3 Handvoll Mandeln (ungeschält)
40 g Kürbiskerne
40 g Sonnenblumenkerne
20 g Sesam
1 TL gemahlene Zimtblüten
70 g Kokosöl
50 g Ahornsirup
1 Prise Salz

2 Handvoll Aprikosen
2 Handvoll Sultaninen

Ofen auf 180 °C vorwärmen. Dinkelflocken bis und mit Salz in einer Schüssel gut vermischen. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech ausstreichen. Während 10 Minuten backen, durchmischen und weitere 10 Minuten knusprig backen.
Aprikosen klein schneiden zusammen mit Sultaninen mit dem knusperigen Granola vermischen. In Vorratsgläsern abfüllen.

Uns schmeckt es am besten mit Griechischem Joghurt, frischen Früchten und Honig.

Hinweis:
Je nach Geschmack und was zu Hause gerade noch vorrätig ist, kann das Rezept beliebig angepasst werden.

ZUCCHETTISALAT

Ich mag einfache Rezepte mit Produkten aus dem Garten. Es macht glücklich, wenn es gelingt, die Ernte in ein saison-betontes, schmackhaftes Gericht zu verwandeln. Gerade jetzt sind Zucchetti erntereif. Ich weiss: Einige schnöden beim Wort Zucchetti: Sie sei halt langweilig und ohne Charakter. Persönlich gefällt mir dieses leicht verdauliche, basische Sommergemüse trotzdem. Insbesondere, wenn sie grilliert wurde. Mein heutiges Rezept ergibt einen erfrischenden Salat. Er passt wunderbar als Beilage zu Grilladen oder auch einfach so, mit frisch gebackenem Brot.

Rezept für 4 Personen

4 Zucchetti
1/2 Granatapfel
1 Bund Kräuter (Minze, Petersilie, Rucola)
Olivenöl
Balsamico Bianco (ich mag den Classico von Terra Verde sehr)
Zitronenöl
Salz, Pfeffer
Piment d Espelette

 

Zucchetti halbieren, der Länge nach in 3-4 mm dünne Scheiben schneiden. Auf dem Grill oder in einer Grillpfanne während ca. 4 Minuten braten. Auf der ersten Seite etwas länger, sodass das schöne Muster entsteht. Auf einer grossen Platte auslegen. Granatapfelkerne auslösen, Kräuter klein schneiden. Die Zucchetti mit Olivenöl, Balsamico, Zitronenöl beträufeln und mit Salz, Pfeffer und Piment d Espelette würzen. Kräuter und Granatapfelkerne darüber streuen.

 

Hinweis:
Der Salat kann gut 1-2 Tage im Voraus hergestellt werden. Dann mit Folie abdecken und im Kühlschrank lagern.  Kräuter und Granatapfelkerne erst vor dem Servieren darüber streuen.

ROSEN-HIBISKUS-EISTEE

Vor kurzem bekam ich von einer Nachbarin aus dem Senegal importierte, getrocknete Hibiskus-Blüten, sowie frische Minze. Und ein Rezept war auch dabei. Im Senegal nennt man dieses Getränk «Bissap». Es wird kalt und sehr süss getrunken. Varianten davon gibt es eigentlich in ganz Westafrika. Hibiskus mag ich ja wahnsinnig gerne: Dieser komplexe Geschmack, die Intensität der Farbe und die herrlich erfrischende Säure… Entsprechend brannte ich darauf, das Rezept noch am selben Tag auszuprobieren. In der Zwischenzeit habe ich es ein wenig nach meinem Gusto angepasst. Es ist wirklich wunderbar. Ab sofort wird es als Favorit in meiner persönlichen Eisteerezept-Bestenliste geführt…

 

3 l Wasser
50 g  getrocknete Hibiskusblüten (in afrikanischen Läden [in Winterthur z.B. in Osinas], Teelädeli oder Onlinehandel erhältlich)
1 Vanillestängel, aufgeschnitten 
Einige Zweige marokkanische Minze

Nach Belieben
ca. 150 g  Zucker 
ca. 3 EL  Rosenblütenwasser (in Türkischen Läden erhältlich)
Eiswürfel

Wasser aufkochen, Hibiskusblüten, Vanillestängel und Minze dazu geben, einmal umrühren, Topf vom Herd nehmen. Während 30 Minuten ziehen lassen, dann durch ein Sieb abgiessen und mit Zucker abschmecken. Auskühlen lassen und mit Rosenblütenwasser aromatisieren, evtl. Eiswürfel dazugeben, servieren.

Hinweis:
Da Rosenblütenwasser nicht immer die gleiche Intensität hat, mit wenig beginnen und so viel beifügen bis der gewünschte Geschmack erreicht ist. 

SALAT MIT DINKEL

Wechselhaft wie das Wetter im April waren auch meine Ess-Launen: Konnten die Gerichte noch zu Ostern nicht üppig und deftig genug sein, gelüsten mich inzwischen mehr die federleichten Gemüse, Sprossen und Salate. Gerade das unstete Nebeneinander von Frühlingserwachen und Temperaturstürzen hat mich zu einem leichten Rezept inspiriert, das vitalisiert und anhaltend nährt. Als Absolventin der Rudolf Steiner Schule hat mich gerade die gesunde „Körner-Küche“ oft genug abgetörnt. Ich möchte deshalb betonen, dass dieses sichtlich gesunde Gericht zugleich vorzüglich schmeckt!  

 

Rezept für 2 Personen

100 g  Dinkelkörner ganz (am besten aus der Region z.B. von Biolandbau Wintiwest)
1 grosse rote Peperoni
3  Stängel Stangensellerie
1  kleine Zwiebel
Grosszügig Olivenöl zum Anbraten
100 g  Fetakäse
1 Bund  gemischte Kräuter (Schnittlauch, Petersilie, Koriander)
ev. 1 Handvoll  Kresse
Einige Spritzer Zitronensaft
Salz, Pfeffer

Dinkelkörner über Nacht einweichen, Einweichwasser abgiessen, kurz unter fliessendem Wasser abbrausen. Dinkel in Wasser bis zum gewünschten Biss weich kochen (ca. 30 Minuten). Wasser abgiessen, Körner in eine Schüssel geben.
In der Zwischenzeit Peperoni, Stangensellerie und Zwiebel klein schneiden. Olivenöl in eine Bratpfanne, erhitzen und die Peperoni kräftig anbraten, Hitze zurückstellen, Stangensellerie und Zwiebel beigeben, kurz mitdünsten. Vom Herd nehmen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Feta würfeln, Kräuter kleinschneiden und zu den Körnern geben. Den Salat mit Zitronensaft abschmecken und etwas Kresse darüber streuen.

Hinweis:
Der Salat schmeckt lauwarm oder kalt. Kann gut einen Tag im Voraus zubereitet werden. 

VERFÜHRERISCHE TARTE

Es ist Frühling! Die Singvögel sind zurück, es spriessen die Blumen und Knospen. Kulinarisch denken wir wohl alle an reinigende Saftkuren, Federleichtes vom Markt, Bekömmliches mit Blick auf die Bikinifigur… Nun – mir will das bis jetzt noch nicht recht gelingen. Es überwiegt die Lust nach … Schokolade. Und verführerischem Karamell. Jawoll, und noch eine dezente Rooibos-Note. In meinem Fall ist jetzt Widerstand zwecklos! Für diejenigen von euch, die, wie ich, die Schamlosigkeit besitzen, solch sündigen Phantasien auch Taten folgen zu lassen, verrate ich hier, … pssst…, ein zartschmelzendes Rezept:

Mürbeteig

160 g Mehl
30 g geschälte, gemahlene Mandeln
30 g Kakaopulver (ungesüsst)
50 g Zucker
1 rechte Prise Salz
140 g kalte Butter
1 Ei
1-2 TL Eiswasser

Mehl, Mandeln, Kakaopulver, Zucker und Salz vermischen. Butter in 1 cm kleine Würfel schneiden und zusammen mit dem Ei in den Teig einarbeiten. Ev.noch wenig Eiswasser beifügen. Den Boden der gewünschte Backform mitBackpapier auskleiden und den Teig darauf auswallen, und den Rand hochziehen, mit einer Gabel den Teig einstechen. Hilfreich ist ein Stück Klarsichtfolie zwischen Teig und Wallholz. Während mind. 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen. Ofen auf 180°C vorwärmen, Teig mit Backpapier bedecken und mit Riesenbohnen, Kichererbsen etc. beschweren zum Blindbacken. 12 Minuten backen, dann die Bohnen und das Papier wegnehmen und während 10 Minuten fertig backen. Auskühlen lassen.

Caramell

300 g Vollrahm
1 gehäufter TL Rooibostee
300 g  Zucker
30 g Wasser
1/2 TL Salz
25 g  Butter 
1-2 EL Crème fraîche
ev. etwas Salz

Vollrahm mit Rooibos erwärmen, darf nicht kochen, ausschalten und ziehen lassen. In dieser Zeit Zucker, Wasser und Salz in einer weiten, grossen Pfanne langsam erhitzen. Es soll ein helles Karamell entstehen. Rooibosrahm durch ein Sieb dazugiessen, Hitze zurückstellen, das Karamell gut verrühren, allfällige Klümpchen mit einer Kelle zerdrücken, Pfanne vom Herd nehmen. Aufpassen, dass das Karamell hier nicht zu dunkel (verbrannt) wird, sonst wird es bitter. Sobald das Karamell etwas ausgekühlt, aber noch flüssig ist, Butter und Crème fraîche einrühren, ggf mit etwas Salz abschmecken. Karamell auf den Tarteboden giessen und im Kühlschrank während mind. 1 Stunde fest werden lassen.

Ganache

200 g Zartbitterschokolade
200 g Vollrahm
25 g  Butter
Prise Salz

Für die Ganache alle Zutaten im Wasserbad schmelzen und zu einer homogenen Masse verrühren. Auf das Karamell giessen, allfällige Bläschen verschwinden lassen, indem von unten auf das Blech geklopft wird. Tarte während ca. 3 Stunden kühlstellen. Vor dem Servieren mindestens 1 Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen.



Hinweis:

Tarte kann gut 1-3 Tage im Voraus hergestellt werden.

OLIVENTATAR MIT ORANGENSALAT

Ja, ich bin der Meinung, dass ein gemeinsames Essen in der Familie auch bedeutet, dass alle dasselbe essen. Damit das Essen lustvoll ist und nicht täglich mit Diskussionen verbunden wird, gibt’s bei uns oft Omeletten oder Teigwaren. Um ehrlich zu sein sogar sehr oft! Als Alternative für die Erwachsenen und als Kontrastprogramm zu den aktuellen Minustemperaturen gönnen wir uns heute ausnahmsweise ein neues Lieblingsrezept: Ein Oliventatar, das mich an den warmen Sommer erinnert. Mit erfrischenden Orangen und einem sämigen Büffelmozzarella, der das Ganze harmonisch verbindet. Und was mir besonders gefällt daran, das Orangenblütenwasser verleiht diesem Gericht einen orientalischen Touch.

 

Rezept für 2 Personen als Vorspeise

2 Handvoll gemischte Oliven
1 kleine Eschalotte
1/2 Bund  glatte Petersilie
1 Peperoncini (Bzw. je nach gewünschter Schärfe mehr oder weniger)
Salz, Peffer
2 EL Olivenöl
Spritzer Zitronensaft

Dressing
1 EL  Orangenblütenwasser
2 EL  Olivenöl
Salz, Pfeffer

2  Orangen 

4 kleine Büffelmozzarella

Oliven entkernen, klein schneiden, Eschalotte schälen, sehr fein schneiden, Petersilie und entkernte Peperoncini fein hacken, alles zusammen in einer kleinen Schüssel vermengen und mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und Zitronensaft abschmecken. Tatar mit Hilfe von einem Tatarring auf dem Teller anrichten.

Für das Dressing Orangenblütenwasser, Olivenöl, Salz und Pfeffer miteinander verrühren.

Schale der Orange mit einem Messer wegschneiden, Filets heraus lösen. Auf dem Teller anrichten und erst kurz vor dem Servieren mit dem Dressing beträufeln. 

Mit frisch gebackenem Brot servieren. 

 

Hinweis:
Dieses Rezept schmeckt mit Fetakäse oder Ziegenfrischkäse ebenfalls vorzüglich.