Archiv der Kategorie: Backen

ÄLPLER MIT SÜSSKARTOFFEL

Bevor uns nach filigranen Frühlingsgerichten gelüstet, möchte ich aus meinem Fundus eine einfache, deftige Stärkung weitergeben, an der die ganze Familie Freude hat: Süsskartoffel kombiniert mit Erdnuss schmeckt ja nun wirklich allen, oder? Der geräucherte Mozzarella gibt diesem Gericht eine zusätzlich herzhafte Note. Übrigens: das Schälen der Erdnüsse mit oder ohne knisterndem Feuer im Hintergrund ist eine entschleunigende, verbindende und schöne Tätigkeit, solange draussen noch Wind und Wetter ihr Unwesen treiben. 

 

Rezept für 4 Personen

2  grosse Süsskartoffel (ca. 800g)
3  rote Zwiebeln 
2 EL Rohrzucker
Olivenöl, Salz, Pfeffer

300 g  Teigwaren (z.B. Dinkel oder Vollkorn) 
400 g  Scamorza, geräucherter Mozzarella
2 dl  Vollrahm
2  Handvoll Erdnüsse

 

1.Ofen auch 200°C vorwärmen. Süsskartoffel schälen und in 1cm kleine Würfelchen schneiden. Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Bratpfanne mit Olivenöl und Rohrzucker erhitzen, Süsskartoffeln darin während 5 Minuten anbraten, Zwiebeln beifügen und einige Minuten weiter braten, immer wieder wenden, mit Salz und Pfeffer abschmecken, beiseite stellen.
2.Wasser aufkochen, salzen, Teigwaren al dente kochen, Wasser abgiessen.
3.In der Zwischenzeit Scamorza in kleine Würfel schneiden, Erdnüsse aufbrechen und klein schneiden. Teigwaren in eine Gratinform füllen, dann die Süsskartoffel-Zwiebeln darauf verteilen und mit Scamorza-Würfelchen bestreuen. Vollrahm darüber giessen und während ca. 7 Minuten im Ofen mit Oberhitze (Grill) überbacken. Vor dem Servieren mit Erdnüssen bestreuen.

 

 

LAUCHSTRUDEL

Mit den sinkenden Temperaturen steigt die Lust nach warmem Essen. Heute muss es in der Küche mal wieder schnell gehen: Keine Zeit, einen eigenen Teig herzustellen. Darum verwende ich gekauften Blätterteig. Natürlich schmeckt das Rezept mit selbstgemachtem Teig besser. Als Apérohäppchen können kleine Teigtaschen oder ganz schnell ein grosser Strudel geformt werden. Der Strudel schmeckt übrigens kalt fast genau so gut wie warm und kann auch im Voraus hergestellt werden.

 

Rezept für 2 Personen

1 Handvoll Cashewkerne 
200 g  Lauch
Olivenöl, Salz, Pfeffer
1 TL Lieblings-Curry
(z.B. 7th-Heaven von Beat Heuberger Zürich)
2 Scheiben geräucherter Raclettekäse
100g Crème fraiche
1 grosses Ei (die Hälfte des Eigelbs fürs Bestreichen zur Seite stellen)
250 g  Blätterteig

Backofen auf 200°Cvorwärmen.
1. Cashewkerne in einer Bratpfanne rösten, dann mahlen oder klein hacken. Lauch der Länge nach aufschneiden, in schmale Streifen schneiden. Bratpfanne mit Olivenöl erwärmen, Lauch darin während einiger Minuten bissfest dünsten und mit Salz, Pfeffer und Curry abschmecken.
2. In der Zwischenzeit Käse in kleine Würfelchen schneiden, zusammen mit Frischkäse und Ei mit dem Lauch vermischen.
3. Blätterteig in zwei grosse oder vier kleine Quadrate schneiden. Lauchmischung in die Mitte der Quadrate geben und zu dreieckigen Strudeln formen, Teigränder mit einer Gabel gut aneinanderdrücken, mit Eigelb bepinseln. Strudel während ca. 15 Minuten goldgelb backen.

 

Backzeit: 15 Minuten
Zubereitung: 20 Minuten

 

 

COOKIES

Wer, wie wir, noch ein paar Osterhasen im Körbchen vor sich hin darben hat – hier ein wunderbares Osterhasen-Verwertungs-Rezept. Mit einer schnellen Variante für die ungeduldigen Schleckmäuler und einer erweiterten Variante für anspruchsvollere Geniesser. Behauptet wird nämlich, dass die wirklich vollendeten, mürben Cookies mindestens  24 – 48 Tage benötigen. Wer, wie wir, solchen Orthodoxien ungern fraglos folgt, muss wohl ausprobieren und für sich abschliessend entscheiden. Dasselbe gilt für die Frage, wie fest die Cookies gebacken und gebräunt sein sollen. Ich empfehle deshalb, dieses schöne Rezept mindestens zwei- oder dreimal auszuprobieren, um die letzte Gewissheit zu erlangen. Dabei lernt man übrigens gleich den eigenen Backofen näher kennen… 

 

Rezept für 20-30 Cookies

50 g  Milchschokolade
250 g  dunkle Schokolade
ev. 1 Handvoll Pekannüsse
1 grosses Ei (L)
60 g  weisser Zucker
180 g  Mascobadozucker (Muscovado / Vollrohrzucker)
1 TL Bourbonvanillezucker oder 1 Vaniellestängel ausgekratzt
1/2 TL  Fleur de Sel
160 g  weiche Butter
300 g  Halbweiss- oder Weissmehl
1/2 TL  Natron
1/2  TL Backpulver

Schokolade, ev. Nüsse klein schneiden. Ei mit Zucker, Mascobadozucker, Vanillezucker- oder Stängel und Fleur de Sel kräftig aufschlagen. Weiche Butter beifügen, weiterschlagen. Schokoladestückchen, Mehl,  Natron und Backpulver beifügen, zu einem Teig kneten.

Variante 1:
Ofen auf 180°C vorheizen (Unter- und Oberhitze). Aus dem Teig ca. 30 gleich grosse Kugeln formen und mit grossem Abstand auf 3 Blechen verteilen.

Variante 2:
Teig zu einer Rolle formen (ca. 5 cm x 30 cm) und in Klarsichtfolie einpacken, für 24-48 h Kühlstellen. Noch gekühlt in  1 cm schmale Scheiben schneiden, und bei Raumtemperatur während einer Stunde stehen lassen.

 

Bei 180°C  9 – 11 Minuten backen. Die Cookies sollten bräunliche Ränder bekommen, und auf der Unterseite ebenfalls leicht knusprig braun werden.

 

GEBACKENER ZIEGENKÄSE

Ziegenkäse ist in meiner Küche überall präsent. Dabei war (auch) er keine Liebe auf den ersten Blick… Als Kind mochte ich ihn gar nicht. Aber über die Zeit habe ich ihn immer mehr schätzen gelernt: Seinen einzigartiger Charakter, das Herb-Süsse, das grandiose gemackliche Spektrum. Ich zeige hier ein schnelles, vitaminreiches und garantiert gelingendes Rezept, wie ich es zuhause auch immer wieder zubereite. Als kleine Portion ergibt es eine wunderbare Vorspeise, in der grösseren Variante einen gesunden, lauwarmen Hauptgang.

 

Für 2 Personen als Hauptgang

2 Stück Ziegenkäse à ca. 120 g
1 TL Honig

1 grosse Fenchelknolle
2 Orangen
1 Handvoll Rucola
Pistazien ungeschält
Olivenöl
Orangenblütenwasser
Salz, Pfeffer

 

Backofen auf 250°C vorwärmen (Ober/Unterhitze). Ziegenkäse mit Honig beträufeln und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Fenchel halbieren, dünn aufschneiden, auf die vorgesehenen Teller geben und mit wenig Olivenöl, Salz und Pfeffer würzen. Orangen schälen, Filets auslösen, Saft auffangen.
Den Ziegenkäse während ca. 5 Minuten backen (oberster Einschub). Ziegenkäse, Orangenfilets und Rucola zum Fenchel auf die Teller legen und das ganze mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und wenig Orangenblütenwasser würzen.

GRANOLA

Granola ist bei mir viele Jahre in Vergessenheit geraten. Es erinnert mich auch an meine Kindheit. Da wir wenig Süsses bekamen, war selbstgemachtes Granola als süsse Abwechslung natürlich willkommen. Seit kurzem ist es auch bei meinen Kindern (und sogar bei meinem Ehemann) der Renner. Egal ob zum zMorgä, zNüni oder zVieri: Eine schnelle, gesunde Zwischenverpflegung, die schmeckt. Das vegane Rezept reicht für ein grosses Einmachglas und ist im Nu hergestellt.

 

200 g grobe Dinkelflocken
100 g feine Haferflöckli
1 Handvoll Pekannüsse
3 Handvoll Mandeln (ungeschält)
40 g Kürbiskerne
40 g Sonnenblumenkerne
20 g Sesam
1 TL gemahlene Zimtblüten
70 g Kokosöl
50 g Ahornsirup
1 Prise Salz

2 Handvoll Aprikosen
2 Handvoll Sultaninen

Ofen auf 180 °C vorwärmen. Dinkelflocken bis und mit Salz in einer Schüssel gut vermischen. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech ausstreichen. Während 10 Minuten backen, durchmischen und weitere 10 Minuten knusprig backen.
Aprikosen klein schneiden zusammen mit Sultaninen mit dem knusperigen Granola vermischen. In Vorratsgläsern abfüllen.

Uns schmeckt es am besten mit Griechischem Joghurt, frischen Früchten und Honig.

Hinweis:
Je nach Geschmack und was zu Hause gerade noch vorrätig ist, kann das Rezept beliebig angepasst werden.

FLADENBROTE MIT PULLED CHICKEN

Ein herzhafter, hochwertiger Burger mit orientalischem Flair! Darüber phantasiere ich schon länger. Ich mag Fleisch mit Tzatziki, diese Komponente stand insofern schon mal fest. Weil an meinen Caterings das Auberginen-Kaviar inzwischen zum Hit avancierte, bot es sich zur Kombination regelrecht an. Ich teile dieses Rezept auch deshalb gern, weil aus einer ärgerlichen Panne schlussendlich mein erstes Pulled Chicken Rezept entstand: Ja, die ursprüngliche Idee wäre grillierte Pouletbrust gewesen. Da diese jedoch partout auf dem Grillrost kleben blieb, wurde in meiner Not die Pulled-Version daraus… Die Fladenbrot-Burger können warm oder kalt gegessen werden. 

 

6 Personen

Fladenbrot 
500 g Halbweissmehl
50 g Roggenvollkorn
14 g  Salz
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
0.5 dl  Olivenöl
1/2  Würfel Hefe
2.5-3 dl handwarmes Wasser

1 kleines Eigelb zum Bestreichen
Sesam
Schwarzkümmel (Nigella sativa)

Für den Teig Mehle, Salz, Kreuzkümmel, Olivenöl beifügen. Hefe dazu bröseln, Wasser beifügen, zuerst zögerlich, wenn’s mehr braucht, mehr dazu geben. Teig mit dem Knethacken während 5 Minuten kneten, er darf noch etwas feucht und sehr weich sein. Mit Klarsichtfolie bedecken und an einem warmen Ort 1-2 Stunden auf das doppelte Volumen gehen lassen. Arbeitsfläche bemehlen, Teig darauf geben und 6 Fladenbrote formen, auf Backpapier legen und mit Küchentuch bedecken. Während 1 weiteren Stunde gehen lassen. Ofen auf 250°C vorheizen, Fladenbrote mit Eigelb bestreichen und mit Sesamöl und Schwarzkümmel bestreuen. Während 12 Minuten goldbraun backen. Ich mag die Brötchen am liebsten, wenn sie gerade noch etwas warm sind.

Auberginenkaviar
1 grosse  Aubergine
1/2 Bund  Koriander
1  Handvoll getr. Aprikosen
1  kleine rote Zwiebel
2 EL  süsslicher Aceto Bianco
Rauchsalz
1 EL  Olivenöl

 

Tzatziki
300 g  Griechisches, dickes Joghurt
1/2 Gurke
1/3 Knoblauch
Einige Blätter Minze
Salz, Pfeffer
Chiliflocken
1 EL Olivenöl
Spritzer Zitronensaft

Joghurt in eine kleine Schüssel geben, Gurke in 5mm kleine Würfelchen schneiden, mit Salz bestreuen und während 15 Minuten stehen lassen. Mit Wasser abbrausen, leicht ausdrücken, zum Joghurt geben. Knoblauch pressen, Minze sehr fein schneiden, beifügen und mit Salz, Pfeffer, Chiliflocken, Olivenöl und Zitronensaft abschmecken.

 

Pouletbrust
500 g  Pouletbrust 
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Pouletbrust entweder der Länge nach aufschneiden (sodass diese nur noch halb so dick ist) und auf beiden Seiten anbraten, am liebsten natürlich auf dem Grill. Oder die ganze Pouletbrust beidseitig braten, zur Seite nehmen und leicht auskühlen lassen, mit einer Gabel oder von Hand zupfen, mit Salz und Pfeffer würzen.

Fladenbrote aufschneiden (nicht ganz durch) nach Belieben füllen. Schmeckt warm und kalt.

 

Hinweis:
Tzatziki und Auberginenkaviar können einen Tag im Voraus hergestellt werden. 
Aubergine und Poulet schmecken vom Grill natürlich nochmals besser.

VERFÜHRERISCHE TARTE

Es ist Frühling! Die Singvögel sind zurück, es spriessen die Blumen und Knospen. Kulinarisch denken wir wohl alle an reinigende Saftkuren, Federleichtes vom Markt, Bekömmliches mit Blick auf die Bikinifigur… Nun – mir will das bis jetzt noch nicht recht gelingen. Es überwiegt die Lust nach … Schokolade. Und verführerischem Karamell. Jawoll, und noch eine dezente Rooibos-Note. In meinem Fall ist jetzt Widerstand zwecklos! Für diejenigen von euch, die, wie ich, die Schamlosigkeit besitzen, solch sündigen Phantasien auch Taten folgen zu lassen, verrate ich hier, … pssst…, ein zartschmelzendes Rezept:

Mürbeteig

160 g Mehl
30 g geschälte, gemahlene Mandeln
30 g Kakaopulver (ungesüsst)
50 g Zucker
1 rechte Prise Salz
140 g kalte Butter
1 Ei
1-2 TL Eiswasser

Mehl, Mandeln, Kakaopulver, Zucker und Salz vermischen. Butter in 1 cm kleine Würfel schneiden und zusammen mit dem Ei in den Teig einarbeiten. Ev.noch wenig Eiswasser beifügen. Den Boden der gewünschte Backform mitBackpapier auskleiden und den Teig darauf auswallen, und den Rand hochziehen, mit einer Gabel den Teig einstechen. Hilfreich ist ein Stück Klarsichtfolie zwischen Teig und Wallholz. Während mind. 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen. Ofen auf 180°C vorwärmen, Teig mit Backpapier bedecken und mit Riesenbohnen, Kichererbsen etc. beschweren zum Blindbacken. 12 Minuten backen, dann die Bohnen und das Papier wegnehmen und während 10 Minuten fertig backen. Auskühlen lassen.

Caramell

300 g Vollrahm
1 gehäufter TL Rooibostee
300 g  Zucker
30 g Wasser
1/2 TL Salz
25 g  Butter 
1-2 EL Crème fraîche
ev. etwas Salz

Vollrahm mit Rooibos erwärmen, darf nicht kochen, ausschalten und ziehen lassen. In dieser Zeit Zucker, Wasser und Salz in einer weiten, grossen Pfanne langsam erhitzen. Es soll ein helles Karamell entstehen. Rooibosrahm durch ein Sieb dazugiessen, Hitze zurückstellen, das Karamell gut verrühren, allfällige Klümpchen mit einer Kelle zerdrücken, Pfanne vom Herd nehmen. Aufpassen, dass das Karamell hier nicht zu dunkel (verbrannt) wird, sonst wird es bitter. Sobald das Karamell etwas ausgekühlt, aber noch flüssig ist, Butter und Crème fraîche einrühren, ggf mit etwas Salz abschmecken. Karamell auf den Tarteboden giessen und im Kühlschrank während mind. 1 Stunde fest werden lassen.

Ganache

200 g Zartbitterschokolade
200 g Vollrahm
25 g  Butter
Prise Salz

Für die Ganache alle Zutaten im Wasserbad schmelzen und zu einer homogenen Masse verrühren. Auf das Karamell giessen, allfällige Bläschen verschwinden lassen, indem von unten auf das Blech geklopft wird. Tarte während ca. 3 Stunden kühlstellen. Vor dem Servieren mindestens 1 Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen.



Hinweis:

Tarte kann gut 1-3 Tage im Voraus hergestellt werden.

ZITRONEN-MOHN CUPCAKE

Vor einigen Jahren waren meine zwei Töchter und ich bei einer Familie im Quartier zum Spielen eingeladen. Zum Zvieri gab es einen herrlichen Cake mit Zitrone und Mohn. Ich schämte mich ziemlich, weil meine Kinder – die Kleine war damals gerade mal 18 Monate alt – je 3 Stück davon verzehrten. Nicht, dass es bei uns nie Süsses oder sonst was zu essen gäbe. Aber ja, dieser Kuchen hat‘s wirklich in sich! Also machte ich mich im Netz auf die Suche und habe selbst noch etwas an den Zutaten geschraubt. Da ich nicht gerne angefangene Packungen habe, die dann ewig im Kühlschrank vor sich hin dämmern, habe ich darauf geachtet, dass ein Rezept entsteht, welches den gängigen Packungsgrössen von Butter und Ricotta entspricht. Der Cake schmeckt am besten, wenn er eben gerade ausgekühlt ist, also fast noch etwas warm. 

 

Rezept 
für einen Cake à 35 cm oder ca. 48 Mini-Cupcakes bzw. 24 Midi-Cupcakes

250 g  Butter
250 g  Zucker
4  Eier 
2 Bio Zitronen
1 Päckli Backpulver
250 g  Mehl
4 EL  Mohn
1 rechte Prise Salz
250 g  Ricotta
ca. 50 ml  Vollmilch


Alle Zutaten eine Stunde vor Arbeitsbeginn aus dem Kühlschrank nehmen.
Backofen auf 180°C Umluft vorwärmen.
Zimmerwarme Butter mit dem Zucker schaumig rühren, Eier dazu geben, weiterrühren. Schale der Zitronen abreiben und kleinschneiden, beifügen. Backpulver, Mehl, Mohn und Salz dazu geben, kurz weiterführen, Ricotta beifügen und zum Schluss noch die Milch dazu geben. 

Backform mit Backpapier auskleiden, den Teig einfüllen, glattstreichen und im Ofen während 40 Minuten backen. 

Werden Cupcakes hergestellt, den Teig in einen Spritzbeutel füllen, die Förmchen zu 3/4 füllen. Minis ca. 10 Minuten backen, Midis ca. 18 Minuten. Da jeder Ofen etwas anders ist, muss die genaue Backzeit individuell angepasst werden.

Sirup zum Tränken 
1 dl  Zitronensaft
100 g  Zucker

Saft der Zitronen pressen, die Hälfte davon (ca. 1 dl) mit der selben Menge Zucker während 1 Minute aufkochen, sodass ein Sirup entsteht, etwas auskühlen lassen. Den noch heissen Cake bzw. Cupcakes damit immer wieder bestreichen, bis die Flüssigkeit aufgebraucht ist.

Puderzuckerglasur für Cake
Den restlichen Zitronensaft mit Puderzucker verrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist und über den fast ausgekühlten Cake geben.

Topping für Cupcakes (Dieses Rezept ist von Tortenhaus.ch)
300 g  Butter 
200 g  Puderzucker
Schale von 2 Bio Zitronen
Saft von einer halben Zitrone
250 g  Mascarpone

Die Zutaten müssen alle Zimmertemperatur haben. Butter, Puderzucker und Zitronenschale mit dem Flachrührer der Küchenmaschine zuerst langsam, sobald sich die Zutaten vermischt haben, auf höchster Stufe schlagen. Nach ca. 2 Minuten den Zitronensaft beifügen, und während 8 Minuten auf höchster Stufe Weiterschlagen. Den Mascarpone beifügen und nochmals 2 Minuten weiter schlagen. Die Masse in einen Spritzbeutel mit der gewünschten Tülle einfüllen und die Cupcakes damit verziehren. Nach belieben mit Perlen, Fondentblüten, Nonpareilles etc. dekorieren. Diese sind in Winterthur in diversen Farben z.B. bei www.tortenhaus.ch erhältlich.

 

Hinweis:
Einzelne Personen reagieren allergisch auf Mohn. Wenn Sie noch nie Mohn probiert haben, lohnt es sich, zuerst einmal ein paar Samen davon zu kosten. 

 

MEDITERRANER SEETEUFEL

Heute ein einfaches Fischgericht. Übrigens ideal, wenn Besuch kommt: Man kann sich nebenbei um die Kinder kümmern und aufräumen…. Bei uns ist dieses Menu leider (noch) nicht kindertauglich. Aber am Rand vom Ofenblech kann man ja auch Fischstäbli oder Ofenfrites oder sonst was mitbacken, was halt gewünscht wird. 
Nebenbei, so habe ich sagen hören, soll jede zehnte Pimiento bestialisch scharf sein. Sogar ein kleines Abenteuer ist bei diesem Seeteufel inklusive. 

 

Rezept für 4 Personen

2 dl Weisswein
1 dl Olivenöl
4 Knoblauchzehen
2 Briefli Safran
Salz, Pfeffer

1 kg  Kartoffeln (festkochend)
300 g  Pimientos al Padron
400 g  gemischte Kirschtomaten

4 Seeteufelmedaillons à 150 g
Olivenöl
Salz, Pfeffer

 

Für die Marinade Weisswein, Olivenöl, Safran, Salz und Pfeffer abschmecken. Knoblauch schälen und in schmale Scheiben schneiden. Ofen auf 180° C vorwärmen. Kartoffeln nach Belieben schälen (oder nicht), diese in Spalten schneiden. Auf einem Blech ausbreiten und mit der Marinade vermischen. Blech mit einem anderen Blech oder Albfolie abdecken und die Kartoffeln während 1 Stunde garen. Alle 20 Minuten die Kartoffeln drehen.

In der Zwischenzeit die Piments und Kirschtomaten waschen. Auf dem Blech die Piments und Kirschtomaten dazulegen und mit dem Backofengrill oder Oberhitze während ca. 10 Minuten grillen, bei Bedarf drehen. Sie sollen nicht verbrennen aber dürfen etwas Farbe bekommen.

Seeteufelmedaillons abtupfen mit Haushaltspapier, mit Salz und Pfeffer würzen. Bratpfanne mit Olivenöl erhitzen und die Medaillons darin auf jeder Seite 3-4 Minuten anbraten. Je nach Grösse und Dicke der Tranchen variiert die Bratzeit. Am besten beim Kauf den Fischhändler fragen.

Mit Zitronenschnitz servieren.

FOCACCIA

Focaccia ist, jetzt mal ganz ehrlich, etwas Wunderbares! Und etwas Einfaches. Schnelles. Ich mag sie einfach so frisch aus dem Ofen, gefüllt als Sandwich oder als kleine Apéro Häppchen. Bei unseren Catering-Anlässen sind sie mittlerweile an vielen Apéros  in irgendeiner Variante vertreten. Ebenfalls eines unserer kindertauglichen Menus, das bei jeder Laune am Familientisch ankommt. Focaccia kann gut vorbereitet oder ungefüllt auch tiefgefroren werden. Daher backe ich immer gleich grössere Mengen. Ich verwende dafür das Pizzette-Rezept aus meinem Kochbuch “ Querbeet“. Gefüllt wird die Foccacia je nach Lust, Saison oder Kühlschrankinhalt. Das Rezept der herrlich leichten Thunfischfüllung ist übrigens von meiner Cousine Mirjam inspiriert.

 

Foccacia (Rezept für 2 Bleche)
1 kg  Weissmehl
1 Würfel Hefe 
30 g  Salz
1 dl  Olivenöl,
ca. 5 dl Wasser

ca. 100 g  Passierte Tomaten, Salz, Pfeffer, Oregano
Backpapier

Mehl und Salz in einer Schüssel mischen, Hefe zwischen den Fingern darüber bröseln, Olivenöl dazugeben und den Teig während 10 Minuten kneten. Soviel Wasser dazugeben, dass ein kompakter, geschmeidiger Teig entsteht, er soll nicht zu trocken sein und noch ganz leicht an der Hand kleben bleiben.
Teig mit einem Küchentuch bedecken und während 1 Stunde an einem warmen, vor Zugluft geschützten Ort gehen lassen.

Teig in 2 Teile schneiden, mit wenig Mehl auf die Grösse der Bleche auswallen. Auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen, und mit wenig passierten Tomaten, Salz, Pfeffer und Oregano bestreichen bzw. bestreuen. Focaccia während ca. 2 Stunden  nochmals aufgehen lassen sollten ca. 3 cm hoch sein. Ofen auf 250° C vorwärmen. Focaccia während 12 Minuten knusprig braun backen. Je nach Ofen variiert die Backzeit etwas.

 

Füllungen

Variante 1  (Mengen  für 1 Blech)
370 g  weisser Thunfisch aus der Dose
1  Zitrone
Frische Kräuter z.B. je 1 Bund glatte Petersilie und Schnittlauch
1 Eschalotte 
500 g  Crème fraiche
Salz, Pfeffer  

Thunfischdose öffnen, abtropfen. Zitrone pressen, Kräuter und Eschalotte kleinschneiden, alle Zutaten mit vermischen, Thunfisch mit einer Gabel etwas zerkleinern. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Variante (Mengen  für 1 Blech)
2  Auberginen
2  Peperoni
1  Zucchetti
Olivenöl, Balsamico
Salz, Pfeffer
Basilikum

200 g  Chorizzo fein aufgeschnitten
Pesto rosso

Gemüse rüsten und in ca 5 mm schmale Scheiben schneiden, Peperoni halbieren, entkernen, in je 4 Stücke schneiden. Auf dem Grill, Bratpfanne oder im Ofen grillieren. Mit Olivenöl, Aceto Balsamico, Salz und Pfeffer und Basilikum würzen. Kann gut einen Tag im Voraus zubereitet werden. Focaccia mit Pesto bestreichen, Chorizzo und Grillgemüse darauf verteilen.

 

Variante 3 (Menge für 1/2 Blech)
1 Rande
2  Handvoll Rucola
150 g  Ziegenfrischkäse
Salz, Pfeffer
Montaniolas Zitronenöl

Rande schälen mit Gemüsehobel oder Aufschnittmaschine in 1-2 mm dünne Scheiben schneiden. Rucola waschen und abtropfen. Foccacia aufschneiden, mit Ziegenfrischkäse bestreichen, Rande und Rucola darauf verteilen, mit Salz, Pfeffer und ein paar Spritzer Zitronenöl würzen.

 

KNUSPERKEKSE

Anbei mal wieder einen Beitrag über etwas Gesundes, Sättigendes – und ganz ohne Schokolade. Dafür mit viel Flocken, Nüssen und Kernen. Ich hatte vor Längerem den Frust eingefahren, dass meine Mädels diese gesunden (und ausserordentlich leckeren) Guetsli nicht mögen. Dann wurde mir klar, dass es an den einzelnen Zutaten liegt. Bei uns ist es nun so: Wenn diese Kekse keine Datteln und (Gott behüte!) keine Kürbiskerne enthalten, werden sie sowohl als Dessert wie auch als z’Znüni/z‘Vieri sehr gerne genommen …

Rezept für eine Backform von ca. 25 x 25 cm

180 g  Butter
70 g  Ahornsirup (oder Honig)
120 g  Rohrzucker
1 Prise Salz
1 Orange (Bio)

Ofen auf 180°C vorwären, Backform mit Backpapier auslegen. Butter, Honig, Rohrzucker und Salz in einer Pfanne vorsichtig erwärmen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Schale der Orange reiben, klein schneiden und beifügen.

50 g  Baumnüsse
50 g  Datteln
70 g  Aprikosen
50 g  Sesam
50 g  Kürbiskerne
50 g  Sonnenblumenkerne

250 g  Haferflocken
70 g  Vollkornmehl

Baumnüsse, Datteln und Aprikosen klein schneiden und mit den restlichen Zutaten der Buttermischung beifügen und gut verrühren. Masse einfüllen und glatt streichen. Auf der zweituntersten Rille während 25 Minuten backen, noch warm in die gewünschte Form schneiden.

 

Hinweis:
Die Kekse können in einer Blechdose sehr gut während rund 3 Tagen aufbewahrt werden.

TARTE TATIN MIT GRILLGEMÜSE

Im Juli vor einem Jahr hat uns Brigitte in Ascona mit dieser feinen Gemüsetarte und einem gut gekühlten Chardonnay empfangen. Es hätte nichts Besseres geben können an jenem lauen Sommerabend. Jene Tarte geht mir seither nicht mehr aus dem Kopf. Ein Jahr später sind wir wieder im Tessin, es ist Hochsommer und Brigitte hat mir das Rezept nun bei einem wunderbaren Glas Chardonnay verraten! Ich gebe es hier mit vorzüglicher Empfehlung weiter:

 

Rezept für 4 Personen

1  Aubergine
1  Zucchetti
2  Peperoni
Olivenöl
Salz  

Einige  Zweige  Thymian
2  Knoblauchzehen
Einige  Kirschtomaten

300 g  Mozzarella
1 Blätterteig rund ausgewalkt
ev. Backpapier oder Butter 

Auberginen, Zucchetti und Peperoni rüsten und in die gewünschte Grösse schneiden. Mit Salz würzen, 15 Minuten einwirken lassen. Ausgetretenes Wasser mit Haushaltspapier abtupfen. Mit Olivenöl bestreichen und auf dem Grill (oder auch in der Pfanne oder im Backofen) während einiger Minuten etwas Farbe geben. Dies kann gut auch am Vortag gemacht werden bzw. das vom Vorabend übrig gebliebene Grillgemüse dazu verwendet werden.

Backofen auf 180°C-200°C vorwärmen. Knoblauch klein schneiden, Thymian vom Ästchen zupfen, Kirschtomaten halbieren in einer Bratpfanne mit etwas Olivenöl andünsten. Das Gemüse dazugeben, kurz mitdünsten und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Blech mit Butter ausreiben, Gemüse nach Lust und Laune anordnen. Mozzarella schneiden und über das Gemüse legen, mit Salz und Pfeffer würzen. Teig darüber legen, Ränder andrücken und den Teig mit einer Gabel einstechen.

Tarte während 25-30 Minuten goldbraun backen. Aus der Form lösen, mit einem Teller bedecken und umdrehen.

 

Hinweis:
Wird eine Springform (oder andere zweiteilige Backform) verwendet empfehle ich diese mit Backpapier auszulegen, da sonst der Saft austritt und verbrennt. Der Vorteil der Springform ist, die Tarte kann höher geschichtet werden und der Rand lässt sich gut lösen.